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SINGULUS TECHNOLOGIES forciert Expansion im Markt für Optical Coatings Pilotmaschine OPTICUS für Brillengläser kurz vor der Auslieferung - Vermarktungsstart des revolutionären InLine-Verfahrens ab Mai 2004
12. März 2004

Die SINGULUS TECHNOLOGIES AG, Kahl am Main, treibt ihr Programm zur Expansion in den Markt für Optical Coatings weiter voran.

Die in Zusammenarbeit mit dem Leitkunden Rupp+Hubrach entwickelte Maschine OPTICUS, die eine automatisierte Prozesstechnik zur Beschichtung der Brillengläser einsetzt, wird in Kürze ausgeliefert.

Der Markt für Optical Coatings wurde in einem systematischen Screening der Anwendungsmöglichkeiten der einzigartigen SINGULUS-Kernkompetenz, der Vakuum-Dünnschichttechnik, als eines der attraktivsten Geschäftsfelder identifiziert. R+H Geschäftsführer Ralf Thiehofe: „Die mit uns gemeinsam entwickelte Technologie hat alle Voraussetzungen, die bisherige Fertigung zu revolutionieren.“ Nach dem Vermarktungsstart ab Mai ist bereits im Geschäftsjahr 2004 mit ersten Umsätzen und Ergebnisbeiträgen zu rechnen, die dann im Geschäftsjahr 2005 einen deutlichen Sprung vollziehen sollten, kündigte der für das neue Geschäftsfeld verantwortliche SINGULUS TECHNOLOGIES Vorstand Klaus Hammen an: „Wenn es uns gelingt, die Brillenglasindustrie von den eindeutigen Vorteilen unserer Technologie zu überzeugen, haben wir die Chance, die Erfolgsstory SINGULUS im Markt für Optical Coatings zum zweiten Mal zu schreiben.“ Das aus der Serienfertigung von CDs und DVDs bekannte Inline-Verfahren von SINGULUS automatisiert den Herstellprozess und senkt die Personalintensität. Dadurch hat sich eine OPTICUS-Anlage je nach Auslastung bereits in kürzester Zeit voll amortisiert.

Die Integration der in der Brillenglasherstellung üblichen Hart- und AR-Beschichtung in einen InLine-Prozess und die vollständige Automatisierung der Kunststoffbrillenglas-Veredelung ist bei den bisher gebräuchlichen Maschinen und Prozessen nicht möglich gewesen, insbesondere auch nicht bei der so genannten Rezept-Fertigung mit der Losgröße 1, so dass seit Jahren nach einfacheren und dadurch kostengünstigeren Lösungen gesucht wird.

Mit dem patentierten SINGULUS-Know-how kann nun sowohl die Hart- als auch die AR-Beschichtung gleichzeitig auf beiden Seiten der Kunststoff-Gläser erfolgen und vollständig automatisiert werden.

Dies bewirkt zusätzlich eine deutlich geringere Fehlerquote und kürzere Auftrags-Durchlaufzeiten in den spezialisierten Beschichtungszentren, so dass die Optiker ihre Kunden schneller beliefern können als bisher. Kern der SINGULUS Technologie ist die einzigartig präzise Steuerung des Beschichtungsplasmas über exakt dosierte und begrenzte Magnetfelder, so dass sich das Schichtsystem extrem gleichmäßig auf der gewölbten Linse niederschlägt. „Dies ist ein Quantensprung im Bereich Optical Coatings“, sagt Hammen.

SINGULUS TECHNOLOGIES plant, die innovative Kerntechnologie auch in weiteren Anwendungsgebieten des Optical Coatings zu platzieren. Die Inline Beschichtungsanlage OPTICUS kann mit nur geringen Modifikationen auch im Markt der Feinoptik, wie z.B. für Kameralinsen, zu erheblichen Produktivitätssteigerungen beitragen.

Hintergrundinformation:
Brillengläser sind im alltäglichen Gebrauch selbst bei schonender Behandlung starken Beanspruchungen ausgesetzt. Reibungen durch Staubpartikel, Abrieb durch Putzen der Gläser, Transport in der Jacke oder im Auto sind nur einige Beispiele, die deutlich machen, welchen Belastungen ein Brillenglas widerstehen muss. Kunststoffgläser verkratzen deutlich leichter als bisher übliche Mineralgläser, werden jedoch von Brillenträgern wegen des geringeren Gewichts zunehmend bevorzugt. Deshalb müssen die Kunststoff-Oberflächen mit einer kratzfesten Beschichtung geschützt werden. Dies erfolgt bisher allgemein durch einen Hart-Lack, der im Tauchverfahren beidseitig aufgebracht und anschließend getrocknet wird.

Zudem wird einfallendes Licht auf einem Brillenglas mehr oder weniger stark reflektiert, so dass der Brillenträger dies durch unerwünschte Reflexionen (Spiegelungen), welche seine Sicht beeinträchtigen, im Brillenglas wahrnimmt. Diese optischen Störungen können durch Anti- Reflex-Beschichtung (AR) – auch Entspiegelung genannt – nahezu vollständig eliminiert werden. Die AR-Beschichtung hat in den letzten Jahren kontinuierlich steigende Anteile im Markt für Brillengläser gewinnen können. Zur Entspiegelung wurden bis jetzt Vakuum-Aufdampf-Anlagen verwendet, die man nur von Hand, chargenweise bestücken kann.

Der Markt für die SINGULUS-Technologie umfasst zunächst vor allem die Beschichtung von Brillengläsern – ein stetig wachsender Markt. Insgesamt werden in Westeuropa jährlich mehr als 70 Millionen beschichtete Brillengläser verkauft, in den USA sind es heute mehr als 25 Millionen.